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Meine Big Five For Life

Im Sommerurlaub 2011 habe ich ein Buch gelesen und mir damals ein paar Notizen dazu per E-Mail geschickt. Heute möchte ich dieses wieder einmal heraussuchen und mit dir teilen, was hinter den Big Five For Life steckt.

Der ursprüngliche Begriff stammt von Großwildjägern aus Afrika. Heute kommt er öfter bei Safaris ins Spiel, die „Big Five“ zählen nämlich jene fünf Tierarten auf, die jeder gesehen haben „muss“: Löwe, Leopard, Nashorn, Elefant und Afrikanischer Büffel.

„Big“ beschreibt dabei nicht unbedingt die Größe der Tiere, sondern vielmehr die Schwierigkeiten sie anzutreffen und Gefahren bei der Jagd auf sie. Wenn dich mehr zur afrikanischen Tierwelt interessiert, lies gerne bei Wikipedia weiter. Hier werden die Big Five aus einem ganz anderen Blickwinkel betrachtet.

Was wirklich zählt im Leben

Wie wäre es, wenn du die Big Five nicht nur für dein bevorstehendes Safari-Abenteuer auf die Wunschliste setzt, sondern diese auch für dein Leben festlegst? Autor John Strelecky hat sich dazu in seinem gleichnamigen, 2009 erschienenen Buch Gedanken gemacht.

Im Endeffekt ist es ganz einfach: Versuche, dir fünf Punkte, Gedanken, Philosophien, Grundsätze niederzuschreiben. Zusätzlich ergänzt du diese Punkte mit einem so genannten „Zweck der Existenz“ (ZDE). That’s it.

Meine Big Five For Live 2011

Genau so habe ich es im August 2011 gemacht und als Beweis zeige ich dir hier auch die Notiz in Form einer E-Mail Nachricht, die ich damals an mich selbst geschickt habe. Egal ob digital oder auf einem Blatt Papier: Ich kann dir nur empfehlen, Dinge aufzuschreiben. So wie kürzlich mein ROSI-Mindset, das auf eine Serviette passt.

My Big Five For Live: Thomas Sommeregger, im August 2011
My Big Five For Live: Thomas Sommeregger, im August 2011

Damit erweckst du sie nicht nur zum Leben, du bringst sie raus aus deinem Kopf in die Welt. Ein weiterer Vorteil: Du kannst sie später auch immer wieder mal hervorholen, um zu schauen, wie sich die Dinge seitdem entwickelt haben. Mach das auch mit Geschäftsideen, privaten Zielen in der Familie, für Hobbies usw. Ich kann dir sagen, mir hilft es ungemein!

9 Jahre später…

Wie schaut’s aus? Blicken wir auf die Liste aus meinem E-Mail und gehen die Punkte einzeln durch:

1. Schreiben (Artikel, Magazine, Buch)

Check. 2015 ist mein Buch erschienen, ich schreibe Skripten für Lehrveranstaltungen wie BA- oder MBA-Studien und nicht zuletzt gibt es diesen Blog inklusive dem aktuell laufenden Blogtober-Experiment.

2. Reisen (alle Kontinente, wenn möglich beruflich)

Passt super. Da war in den letzten Jahren definitiv einiges dabei. Zum Beispiel Amerika erst in diesem Jahr, Portugal für eine Konferenz im Herbst 2018. Hier bin ich sprichwörtlich auf dem richtigen Weg. Ich liebe es zu reisen, mit der Familie und wie in den Big Five-Notizen vermerkt, beruflich.

3. Menschen inspirieren

Auf jeden Fall. In den vergangenen Jahren konnte ich meine Tätigkeit als Vortragender, Trainer und Lektor erfreulicherweise ausbauen. Mein Buch (siehe Punkt 1) hat mir dabei geholfen, eine Expertise aufzubauen und basierend darauf mein Wissen und meine Erfahrung (hoffentlich stets begleitet mit Inspiration) weiterzugeben. Es macht mir eine große Freude. Die Rückmeldungen sind sehr gut und durchwegs positiv. Somit ist auch mein Punkt 3 der Big Five mehr als eingetroffen und in meinem Alltag präsent.

4. Liebe weitergeben und empfangen

Definitiv. Puh, wird’s jetzt noch esoterischer? Ich hoffe nicht. Dieser Punkt gilt für mich sowohl für Menschen in meinem Familien- und Freundeskreis, in meinem erweiterten Umfeld als auch dem Ansatz, wie ich an Berufliches und Privates sonst so herangehe. Bin ich liebevoll zu jemandem (Olivia <3), bekomme ich es auch zurück. Gebe ich meinen Kindern Liebe, kann ich ihnen damit hoffentlich den Weg ebnen, zu guten Menschen zu werden. Gehe ich mit Liebe und Leidenschaft in ein Projekt, werde ich auch aus diesem wachsen.

5. Bekannte/Berühmte Menschen treffen (Vorbilder)

Immer wieder. Nein, ich mache hier weder Namedropping noch Selfie-Posting. Ich kann nur so viel sagen, ich mag und schätze solche Begegnungen, egal ob zufällig und spontan oder vorbereitet und länger geplant. Die „Berühmtheit“ muss dabei nicht bedeuten, dass jemand international bekannt ist und ich nicht als Lebensziel habe, irgendwelchen A-List-Celebrities nachzulaufen. Vielmehr zählt für mich, was die Person für mich persönlich bedeutet, wie sehr ich von dieser lernen und mir was abschauen kann, wofür ich sie als Inspiration sehe.

Zweck der Existenz

Ist er zu allgemein, eine Binsenweisheit – oder trotzdem bzw. gerade deshalb gleichzeitig perfekt passend: „Die Welt (bzw. einen kleinen Teil davon) durch mein Dasein und Wirken besser zu machen.“ Auch über meinen damals aufgeschriebenen ZDE möchte ich kurz nachdenken. Wobei wenn ich genau hinschaue, er passt doch sehr gut!

… und jetzt?

Ich bin erstaunt, dass der Großteil meiner Big Five For Life nach fast einem Jahrzehnt noch immer so präsent ist und wirklich gut zu dem passt, was ich täglich denke, tue und seitdem erreicht habe. Sind sie „perfekt“? Nein, aber wer bestimmt das schon? Werde ich sie überarbeiten? Das nehme ich mir zum „Jubiläum“ für den August 2021 vor. ;)

Viel Spaß beim Nachdenken,

Signature Thomas

PS: Mittlerweile zählt das hier erwähnte Buch auch zu einem meiner am häufigsten verschenkten Bücher, meist für Geburtstage. Auch über ein paar andere Bücher habe ich hier schon geschrieben.

Eine Antwort auf „Meine Big Five For Life“

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