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It never rains in Southern California

Außer, wenn ich eine Radtour mache. ;) Lies weiter, warum ich ausgerechnet am einzigen Regentag in Monaten durch die südkalifornische Landschaft geradelt bin und warum es trotzdem oder gerade deswegen eine einmalige Erinnerung bleibt.

Samstag, 22. Februar 2020, 8 Uhr. Newport Beach, Pacific Coast Highway, PARI Club House. Das war unser Treffpunkt für die geplante Ausfahrt mit dem Rennrad. „Regnet vielleicht ein wenig“, hatten wir uns noch am Tag davor im Chat abgestimmt. Nach einem kurzen Hallo und schnellen Espresso haben Paul, Benni und ich uns gleich auf den Weg gemacht. Ein paar erste Wolken am Himmel, die Temperatur war noch etwas „frisch“ am Morgen, gleichzeitig nicht unangenehm zum Rennrad fahren.

Look pro – go slow!

Paul’s sportliches Motto

Wie du am Titelbild sehen kannst, blieb es aber nicht bei den Wolken. Sie hatten sich im Laufe des Vormittags langsam aber unausweichlich dafür entschieden, zu einem der kräftigsten Regenfälle innerhalb Monaten, noch dazu mit stundenlanger Dauer, zu werden. Hat’s uns was ausgemacht? Wie auf den weiteren Bildern ersichtlich, nicht wirklich.

Unsere Rennrad-Route südlich von Los Angeles

Circa 80 Meilen mit folgenden Highlights: Newport Beach – Seal Beach – San Gabriel River – Rio Hondo Channel – L.A. River – Long Beach – Huntington Beach – Newport Beach.

PARI Bike Club - Erste Ausfahrt im Februar 2020 (Strava)
Schau auch gerne bei mir auf STRAVA nach, um alle Details zu sehen.

Radtour im Regen? Meine Learnings

Meine persönlich damit bewiesenen drei Sportler-, Lebens- oder vielleicht auch nur Binsenweisheiten zusammengefasst:

Auf Regen folgt Sonnenschein

Sprichwort

Eigentlich hätte ich das Vorhaben mit Blick auf den Wetterbericht in Newport Beach jederzeit absagen können und an diesem Samstag im Bett bleiben sollen. Aber dazu war ich zu neugierig auf die geplante Tour, das Kennenlernen von neuen Menschen und deren Geschichten.

Eigentlich hätten wir nach dem Kaffee gleich noch auf ein weiteres Getränk im Club House bleiben können.

Eigentlich…

Eigentlich hätten wir an mehreren Stellen, weit vor dem Tagesziel von 80 Meilen (ca. 130 Kilometer) umkehren oder ein Großraum-Uber bestellen können. Ja, man hat mir diesen Gedanken wirklich angesehen. Mehrfach… Doch wir haben durchgehalten, die größten Regenschauer unter Brücken abgewartet, bis schließlich mit Blick auf Long Beach blauer Himmel und Sonnenschein vor uns lag, für die letzten paar Kilometer auf der „Zielgeraden“ an der Pacific Coast entlang bis nach Newport Beach zurück.

Say yes and learn how to do it later

 Richard Branson

Eigentlich bin ich ein Hobbysportler und Läufer, zu Hause in Salzburg nutze ich mein Fahrrad nur für zweckdienliche Ausfahrten, nicht aber für längere Radtouren. „Hey, wer mag eine 130 Kilometer-Radtour machen?“ – „Klar, da bin ich dabei!“. Das Rennrad und einen Helm habe ich mir bei Helen’s Cycles in Santa Monica ausgeborgt, schnell mal 2.000 US-$ Deposit für das knallgelbe Cannondale auf die American Express gebucht, ohne groß nachzudenken. Kann man doch machen, why not?!

Wie viel kostet eigentlich ein Rennrad?

Für einen, der normalerweise mit einem Shirt und ein paar Laufschuhen – selbst für Marathondistanzen – top ausgestattet ist, war das Thema Rennrad inkl. Equipment zu diesem Zeitpunkt eine ganz neue und unbekannte Dimension. Hat sich’s ausgezahlt? Auf jeden Fall!

Always work hard on something uncomfortably exciting

Larry Page

Dieser (Glaubens-)Satz von Google-Gründer Larry Page steht schon lange auf meiner kleinen aber feinen Mindset-Liste sehr weit oben. Er beschreibt für mich die Situation, je mehr es bei einem Projekt, Gedanken oder Vorhaben (egal ob Familie, Hobby oder Beruf) im Vorfeld im Bauch „kribbelt“, aber nicht aus Unwohlsein, sondern aufgrund einer leicht unbequemen Aufregung und Vorfreude, umso mehr sollte man es durchziehen. Bisher bin ich damit sehr gut gefahren, zum Beispiel bei meinem „Ja“ zum Speed Project oder bei der Entscheidung zur beruflichen Selbständigkeit.

Und jetzt noch ein Selfie…

Am Schluss noch das Erinnerungsfoto, das in dem Fall auch mehr als (weitere) tausend Worte sagen darf: Benni, Paul und ich nach der allerersten Ausfahrt des PARI Bike Club. Es freut mich außerordentlich, dass ich mit dabei sein durfte. Prost!

PARI Bike Club - Ausfahrt #1
PARI Bike Club – Die allererste Ausfahrt: Ein frisch gezapftes Bier in Newport Beach als Belohnung nach knapp 6 Stunden im Sattel. Prost!

Verrückt, cool, oder eh „ganz normal“? Was sagst du dazu?

Bleib sportlich und take care,

Signature Thomas

PS: Wie bin ich dazu gekommen? Ich bin schon länger ein begeisterter und treuer Hörer von Paul’s Podcast namens Alle Wege führen nach Ruhm, einem selbsternannten „Karrierepodcast für Berufsjugendliche“ in dem er mit Joko Winterscheidt über dieses und jenes plaudert. Über Paul Ripke’s Instagram Account, dem ich ebenfalls schon länger folge, bin ich schließlich in einer Story auf die PARI Bike Club Einladung gestoßen. Seit Februar hat sich einiges getan, die Gruppe hat sich vergrößert und der Club umbenannt: Schau dir den PARI Souplesse Club an, der mittlerweile von Reifenhersteller SCHWALBE supported wird. Vielleicht kannst auch du bald von einer „Look pro – Go slow!“ Ausfahrt auf dem Rennrad berichten. Paul’s Bikewear findest du ebenfalls online, falls du dich noch passend einkleiden möchtest!

PPS: Falls du noch den Song aus der Artikel-Headline vermisst, viel Spaß bei YouTube: Albert Hammond – It Never Rains In Southern California

(Ein ausschließlich persönlicher Erfahrungsbericht mit Linktipps, enthält keine bezahlte Werbung!)

4 Antworten auf „It never rains in Southern California“

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