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Mein Weg zu mehr „Hey, das bin ja ich!“-Momenten

Ein paar Monate sind jetzt nach dem Speed Project 4.0 ins Land gezogen und unsere Beine haben sich von den fast endlos scheinenden gemeinsam absolvierten 550 Wüstenkilometern in Laufschuhen wieder halbwegs erholt. Wie dieser „Lebens-Lauf“ (© SPORT aktiv) bei uns bis heute nachwirkt und was man – vielleicht – daraus lernen kann, darüber möchte ich in diesem Beitrag kurz nachdenken.

Eine kurze „Speed Review“ habe ich vor Kurzem drüben im Team-Austria Blog verfasst. Jeweils die vier gleichen Fragen an alle Team-Mitglieder, mit hochinteressanten, aufschlussreichen Antworten. Einige ähnliche, aber schließlich immer sehr persönliche Eindrücke kombiniert mit dem Song als Soundtrack für ein ganz besonderes Erlebnis namens The Speed Project.

Lest euch unsere zehn Speed Reviews gerne durch.

Das Ergebnis

Wie geil! Strahlende, erleichterte Gesichter unter dem „Welcome to Fabulous Las Vegas Nevada“ Schild. Das Ziel ist erreicht. Ein Riesen-Abenteuer gemeinsam erlebt, aber bestimmt noch nicht ganz verdaut.

TSP 2018 LA2LV – Team Austria. Foto: Gernot Eder 2018
TSP 2018: Mit dem Team Austria kurz nach dem Zieleinlauf in Las Vegas
Foto: Gernot Eder 2018

Am Ende sind es meist die tollen Bilder, Postings und Artikel, die unsere Erlebnisse beschreiben. Was man aber nicht vergessen darf: Es braucht einigen Aufwand vorher und währenddessen, um erst mal so weit zu kommen. Um zum Beispiel irgendwann beim Frühstückskaffee ein Magazin aufzublättern und sich selbst darin wiederzufinden. So wie ich mich gefreut habe, über das im aktuellen SPORT aktiv Magazin (Ausgabe Juni/Juli 2018) abgebildete Titelfoto von mir auf der schier endlos scheinenden Death Valley Road.

Ich verwende hier das Beispiel eines privaten Ereignisses, bin aber überzeugt davon, dass die folgenden Überlegungen für alle Lebensbereiche zutreffen können (und sollen). Was braucht’s also dafür? Einfach weiterlesen.

Die Arbeit

Machen wir uns nichts vor. Ohne Fleiß kein Preis. Man kann nicht kilometerweit durch die Wüste laufen, ohne Körper und Geist entsprechend darauf eingestellt zu haben. Dazu gehört auch frühes Aufstehen für das nächste morgendliche „Date“ mit dem Laufband. Oder längeres Aufbleiben, um Kälte-Outfit und Stirnlampen-Set bei Dunkelheit draußen in freier Wildbahn aufgeregt testen zu können. Hallo, Nacht-und-Nebel-Aktion – sprichwörtlich!

Ich finde, dass in der heutigen Zeit oft zu wenig Fokus auf die Darstellung von Arbeit, Fleiß und Ausdauer gelegt wird – vielmehr werden stets geschönte, mit Fotofiltern aufgebesserte Ergebnisse als einzige, vermeintlich im Vorbeigehen entstandene, Realität gezeigt. Bewusst daher hier auch ein Foto aus meinem Auto, als wir an einem verschneiten Februarmorgen am (sehr) frühen Weg in unser Fitnessstudio in Salzburg waren.

Auf dem Weg ins Fitnessstudio
Nichts geht ohne harte Arbeit und Training, das hieß unter anderem auch: Um 6 Uhr 17 bei Schneefall in Salzburg ins Fitnessstudio fahren und dann ab aufs Laufband!

Oder ein Foto vom Truck-Parkplatz in Baker, direkt hinter dem The Mad Greek Restaurant. Es zeigt „stolze“ Speed Project Teilnehmer bei der bedingt glamourösen morgendlichen Katzenwäsche. Wir haben ein g’schmackiges Gyros-Omelette hinter, und endlose Kilometer auf der Death Valley Road vor uns! Das als klares Plädoyer für mehr #nofilter Wegfotos und weniger #snapseed geschönte Zielfotos…

The Speed Project 4.0 – Team Austria Early Birds
Der frühe Vogel wäscht sich elegant… Am Parkplatz hinterm Truck.

Das Ziel

Auch wenn es nicht immer einfach war. Ich bin überzeugt davon, dass man ein klares Ziel vor Augen haben muss, um sich über einen längeren Zeitraum für eine ganz konkrete Sache zu motivieren. In meinem Fall war es tatsächlich ein kleines Polaroid vom weltberühmten „Las Vegas“-Schild, gleichzeitig das Ziel unseres Laufabenteuers, das ich bei den Trainingseinheiten bei mir und teilweise auch am Display des Laufbands direkt vor Augen hatte. Und das bringt mich zum nächsten wichtigen Punkt.

Die Vision

Last but not least – vielmehr ganz am Beginn eines jeden Vorhabens braucht’s eine klare Vision. Eine solche hatte ich schon bei meinem Buch, aber auch bei einigen anderen größeren Vorhaben in meinem Leben gebraucht, um mich dazwischen immer wieder zu motivieren und Schritt für Schritt meinem Ziel näherzubringen.

Wer keine Vision hat, wird auch nie ein Ziel erreichen, sondern sich stets mit Durchwurschteln zufriedengeben. Dazu sollten uns unsere eigene Zukunft und die unserer Kinder zu wertvoll sein. – Dirk Müller, „Mister DAX“, Börsenmakler & Buchautor

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Dafür möchte ich „Mister DAX“ Dirk Müller aus einem seiner Bücher zitieren. Beim Lesen habe ich mir die folgende Stelle nicht nur sofort markiert, sondern auch kurz danach ausgedruckt und im Büro aufgehängt:

„Es heißt, dass der erfolgreiche Rennfahrer das Rennen nur deshalb gewinnen kann, weil er sich schon vor dem Start vorstellt, wie er durchs Ziel fährt und den Siegerkranz entgegennimmt.
Die Vision ist der stärkste Antrieb und das wichtigste Element für den Erfolg.
Und bei aller Wertschätzung, es war der unsäglichste Satz, den Helmut Schmidt jemals gesagt hat: ‚Wer Visionen hat, der soll zum Arzt gehen.‘
Richtig ist: Wer keine Vision hat, wird auch nie ein Ziel erreichen, sondern sich stets mit Durchwurschteln zufriedengeben. Dazu sollten uns unsere eigene Zukunft und die unserer Kinder zu wertvoll sein.“

– Dirk Müller, „Mister DAX“, Börsenmakler & Buchautor

Das Fazit

Was nehmen wir am Ende von dieser Geschichte mit? Ich lerne daraus: „Von nix kummt nix“ ist schließlich nur eine Abkürzung dafür, dass aus Träumen Wünsche, aus Wünschen Ziele, aus Zielen Erlebnisse und aus Erlebnissen bleibende Eindrücke und Erinnerungen werden können. Vorausgesetzt man bringt auch genug Fokus, Elan und Ausdauer auf, dran zu bleiben.

Ich habe es mir mittlerweile zur Gewohnheit gemacht, Bilder und Texte die mich inspirieren nicht nur digital abzuspeichern sondern auch auszudrucken und an stark frequentierten Plätzen in meinem Lebensbereich zu platzieren. Damit aus der nächsten Vision bald wieder Realität entstehen kann. Damit ich beim Blick in ein Magazin auch zukünftig bald wieder statt einem „Hey, das möchte ich auch irgendwann mal…“-Gedanken die nächste „Hey, das bin ja ich!“-Freude empfinden kann.

TSP 2018 LA2LV – Team Austria. Thomas Sommeregger. Foto: Gernot Eder 2018
Der „Hey, das bin ja ich!“-Moment 2018: In Laufschuhen auf der endlos langen Geraden in Richtung Death Valley… Foto: Gernot Eder 2018

Welche Vision(en) tragt ihr mit euch herum? Welche Bilder und Gedanken die euch – privat wie beruflich – antreiben findet man bei euch so im Kopf, am Smartphone, oder am Kühlschrank?

Take care,
Thomas

PS: Hört gerne in unseren ganz persönlichen The Speed Project“-Soundtrack bei Spotify rein, während ihr euch darüber Gedanken macht oder vielleicht diesen Artikel noch einmal von vorne durchlest.

8 Antworten auf „Mein Weg zu mehr „Hey, das bin ja ich!“-Momenten“

Hoi Thomas

Super Beiträge+ Vielen Dank für die Inputs. Bin durch Zufall auf deine Beiträge gelangt. Weiterhin viel Erfolg und ja, ich hoffe auch auf eine Vision zu kommen, die mein Leben wieder spannender macht.

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