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7 Gründe, warum ich (noch) kein iPad brauche

Ich habe mir zwar vor wenigen Tagen über den deutschen Apple Store ein iPad vorbestellt, diese Vorbestellung aber aus den folgenden Gründen wieder storniert.

iPad Bestellung storniert

Also, hier die 7 Gründe, warum ich (noch) kein iPad brauche:

  1. Ich habe einen Mac. Hauptsächlich dient mir mein MacBook zum Arbeiten, sowie als zentraler Datenspeicher für diverse Musik-, Foto- und Videodateien. Nach wie vor der digitale Hub, wie Steve Jobs ihn bereits 2001 auf der MacWorld prognostiziert hat.
  2. Ich habe ein iPhone. Auch damit kann ich teilweise arbeiten (z.B. im Stau die Mailbox aufarbeiten, Google Analytics Daten checken, etc.). Des weiteren ist das iPhone natürlich eines der Hauptgeräte, um die am Mac gespeicherten Daten (v.a. Musik, Podcasts, tw. aber auch Videos und Fotos) zu konsumieren. Viele der praktischen Apps erleichtern einem Arbeitsalltag, Privates und das Leben unterwegs. Ach ja, telefonieren und SMSen erledige ich damit nebenbei auch noch ;-)
  3. Ich habe einen Fernseher. Durch die kürzlich erfolgte Umstellung auf LCD-TV, HD-Receiver und Blu-Ray Player macht Fernsehen wieder mehr Spaß. Die wenigen Stunden, die an freien Abenden zum Fernsehen bleiben, sind damit in Top-Qualität genutzt.
  4. Ich lese Bücher (ja, aus Papier). Um nach beruflich bedingten oft zu 100% „digitalen“ Arbeitstagen für Ablenkung zu sorgen, gibt es nichts Entspannenderes als ein Buch. Es ist kaum zu glauben, aber wahr: Meine Bibliothek besteht aus weit mehr als nur der Steve Jobs-Biographie und dem Buch „What Would Google Do“ von Jeff Jarvis.
  5. Ich möchte nicht noch ein weiteres Gerät nutzen „müssen“. Wann ist eigentlich iPad Time? An Arbeitstagen dominieren ohnehin Büro-Rechner und Mac, abends setzt sich kurz das iPhone für diverse News-Feeds und das eine oder andere Spiel in Szene. Arbeiten am iPad? Mails lesen und diverse browserbasierte Anwendungen nutzen – vielleicht. Aber schnell mal eine Bilddatei in Photoshop bearbeiten? Kleine html-Updates mit Dreamweaver? USB-Stick Daten sichern? Hmmm… Unterhaltung am iPad? Naja, siehe Punkte 1-4. Und wieder ein weiteres Ladekabel, noch ein Power-Adapter mehr, …
  6. Ich habe Gott sei Dank auch noch analoge Hobbies. In einem digital dominierten Arbeitsalltag tut es ganz gut, den Feierabend auch mal im Laufgewand, bei Spaziergängen durch Stadt und Land oder im Biergarten ;-) zu verbringen. Und die Wochenenden gehören ohnehin voll und ganz der Famile.
  7. Ich habe auch beim iPhone das erste Modellupdate erwarten können. Apple und die „Early Adopters“… Eine neverending Story. Und sie wird sich wohl beim iPad fortsetzen. Ich gehe mal davon aus, dass das iPad erst ab Juli/August 2010 in sinnvollen Stückzahlen in Österreich erhältlich ist. Ein erstes Modellupdate im Jänner 2011 kann ich mir durchaus vorstellen…

Wenn also Steve Jobs 2010 ein „magisches und revolutionäres Gerät zu einem unglaublichen Preis“ präsentiert, sollte man sich kurz an das unter Punkt 1 erwähnten „Digital Hub“ Konzept, vorgestellt im Jahr 2001, erinnern. Ja, der Mac ist mittlerweile zum digitalen Hub geworden.

Apple iPad WIFI + 3G

Ich persönlich finde, dass es auch 2011 noch früh genug ist, um sich für ein „magisches und revolutionäres Gerät“ namens iPad zu entscheiden. Dass es in ein paar Jahren fixer Bestandteil unseres digitalen Lebens sein wird, ist für mich dennoch gewiss.

Sie kennen DEN EINEN Grund, warum ich doch – jetzt und sofort – eines der ersten im deutschsprachigen Raum erhältlichen iPads brauche? Ich freue mich auf ihren Kommentar!

26.5.10 – Beruhigender Nachtrag: Die Spiegel und FAZ Autoren denken nach erstem Hands-On offenbar ähnlich ;-)

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Einfach so Family

Mein Opa und Europa: EU-Visionen anno 1963

Gestern habe ich einen mittlerweile ca. 17 Jahre alten Zeitungsartikel gefunden, den ich mit mit Begeisterung vom ersten bis zum letzten Absatz las. Der Grund dafür? Die Arbeit meines Opas Franz Jost (93), den ich erst 1977 großteils als Land- und Forstwirt kennen lernen sollte, wurde dort beschrieben. Ab 1958 war er nämlich 15 Jahre lang als Bürgermeister der Gemeinde Mitschig (heute Teil der Stadtgemeinde Hermagor-Pressegger See) aktiv, zu welcher ab 1963 auch das bekannte Skigebiet Nassfeld gehörte.

Franz Jost

Sein Einsatz für eine gute Zusammenarbeit mit dem an die Gemeinde Mitschig und das Nassfeld angrenzenden Nachbarland Italien beginnend ab 1963 brachte ihm zwei Ehrenbürgerschaften in Italien (Gemeinden Fagagna und Pontebba) ein – auch nichts Alltägliches. Ich bin jedenfalls stolz auf meinen Opa, der mittlerweile schon im 94. Lebensjahr ist und sich bestimmt auf meinen nächsten Besuch freut. Ich freu mich auch!

franz-jost-europa-gr
EU-Visionen anno 1963? Hier ist der ganze Artikel zu lesen (Klick auf die Vorschau)!
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Hollywood in Salzburg: Mein cooler „Nebenjob“ als Lichtdouble

Ich staunte nicht schlecht, als mich Mitte November ein Anruf von der Wiener Agentur „Austrocast“ erreichte. „Gute Nachrichten, Du bist bei den Dreharbeiten für den Hollywood-Film in Salzburg mit dabei!“, so lautete die kurze, aber sehr erfreuliche Nachricht. „Hast du eh Zeit?“, lautete die weitere Frage, die ich ohne lange zu zögern mit „Ja“ beantwortete.

komparsen

Mehrere Hundert Komparsen waren in Salzburg mit dabei, da durfte ein Warte- und Aufenthaltsraum nicht fehlen.

Hollywood vor der Haustür. Wenige Tage zuvor hatte ich, im „normalen“ Beruf als Marketingleiter bei der Salzburger Internet Agentur elements.at tätig, spontan nach der Arbeit beim Salzburger Casting vorbeigeschaut, wo ich gemeinsam mit weiteren ca. 1.500 Interessierten für eine Komparsenrolle in der Hollywood-Actionkomödie „Knight & Day“ vorstellig wurde.

Niemand geringerer als Cameron Diaz und Tom Cruise sollten Ende November für ein paar Tage in die Stadt Salzburg kommen, um dort unter der Regie von James Mangold (u.a. für die Inszenierung der oscarprämierten Johnny Cash-Biografie „Walk The Line“ verantwortlich) einen Teil der Szenen für ihren neuen Film zu drehen. Und nachdem die Dreharbeiten quasi „vor der Bürotür“ stattfinden sollten, wollte ich mir diese einmalige Chance nicht entgehen lassen.

klappe

Auch wenn mittlerweile mit Digitalanzeige ausgerüstet, die Filmklappe gibt’s noch immer.

Lichtdouble für einen der Hauptdarsteller. Wie sich schnell herausstellen sollte, war die meine Rolle nicht „nur“ auf eine kleine Statistenrolle im Hintergrund (wie z.B. als Hotelgast oder österreichischer Polizist) beschränkt, sondern ich sollte als Lichtdouble für einen der Hauptdarsteller zum Einsatz kommen.

Dabei stellten sich mir gleich folgende zwei Fragen: Erstens, „was genau ist ein Lichtdouble?“, und zweitens, „für welchen Hauptdarsteller werde ich eingesetzt?“. Der Reihe nach: Ein Lichtdouble (englisch stand-in), ermöglicht es dem Regisseur, die Beleuchtung und die Kameraeinstellungen bereits vor Beginn der Aufnahmen ohne den Schauspieler durchzuführen. Das spart Zeit und Geld, und der Schauspieler kann währenddessen noch einmal seine Szene und den Text proben, oder einfach länger im Warmen sitzen. OK, und wen galt es nun zu doubeln? Aufgrund der Vorgabe, dass Lichtdoubles ihrem Schauspieler zumindest in Größe, Statur und Haarschnitt ähneln sollen, schied Tom Cruise (ca. 1,72 m groß und somit 10 cm kleiner als ich) schon mal aus.

Als Agent „Fitzgerald“ Tom Cruise auf den Fersen. Erfreut stellte ich fest, dass es sich bei „meinem“ Schauspieler um Peter Sarsgaard handelte. Dieser hatte bisher u.a. in „Flight Plan“ mit Jodie Foster, „Jarhead“ mit Jake Gyllenhall und zuletzt im packenden Horrorfilm „Orphan – Das Waisenkind“ mitgespielt. In „Knight & Day“ stellt er den Agenten „Fitzgerald“ dar und ist in dieser Rolle als erster Verfolger dem flüchtigen Duo Cruise und Diaz dicht auf den Fersen.

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„Meet & greet“ auf der Steinterrasse: Schauspieler Peter Sarsgaard (links) mit Lichtdouble Thomas Sommeregger.

Verfolgungsjagden in der Salzburger Altstadt. Mehrere Einsätze hatte ich an den insgesamt vier Drehtagen zu verbuchen. Eine Autoszene in einem Waldstück außerhalb von Salzburg stand gleich am ersten Tag am Programm, danach sollten diverse Verfolgungsszenen in Hotelfoyers und auf den Dächern der Salzburger Altstadt folgen – Hubschraubereinsatz, Feuergefechte und Stunt-Action von Tom Cruise höchstpersönlich inklusive.

„Es war ein tolles Gefühl, für ein paar Tage Teil des großen, sehr professionellen Filmteams zu sein“, kann ich meine Zeit am Set zusammenfassen. „Auch wenn man oft stundenlang auf seinen Einsatz wartet, kann man dafür Tom Cruise und Cameron Diaz aus nächster Nähe bei der Arbeit zusehen, und das ist ja schließlich auch nicht alltäglich.“

thomas-kamera

Die verwendeten Panaflex-Kameras kosten mehrere Zigtausend Euro und benötigen mindestens 3 Personen zur Bedienung.

Einmalig, aber auch anstrengend. Alles in allem ein unvergessliches, wenn auch sehr anstrengendes Erlebnis: Fast die Gänze der Szenen wurde in der Nacht bei kalten Temperaturen im Freien gedreht, Drehschluss war nicht vor 5 Uhr früh. Ich freue nun aber wieder darauf, die bei den Dreharbeiten unverzichtbar gewordene Skiunterwäsche so bald wie möglich wieder für den eigentlichen Zweck, nämlich zum Skifahren daheim im Gitschtal bzw. am Nassfeld, verwenden zu können ;-) .

Übrigens: Diejenigen von euch, die sich den Film „Knight & Day“ ab Juli 2010 im Kino anschauen, sollten wissen, dass man als Lichtdouble – trotz der nicht unwichtigen Aufgaben während den Dreharbeiten – im fertigen Film (leider) nicht zu sehen sein wird… Sprich: Ihr könnt euch, anstatt konzentriert und vergeblich auf meinen Kurzauftritt zu warten, gleich von vorneherein voll auf den Film konzentrieren ;-)

Update: Oscar-Ehren für Peter Sarsgaard? Wie ich zu Ende der Dreharbeiten online lesen konnte, wird Peter Sarsgaard (zugegebenermaßen kein „A-Promi“, aber ein in der Indie-Szene durchaus angesehener Schauspieler) derzeit heiß für einen Nebenrollen-Oscar gehandelt, für seine Rolle als David in Nick Hornby’s „An Education„. Dann halte ich mal fest die Daumen, zunächst mal für die Nominierung…

Abschließender Dank und Gruß an: Harry und Flo von Austrocast, meine Lichtdouble-„Kolleg/Innen“ Sophie, Jojo, Gernot und Georg, weiters an James Mangold, Peter Sarsgaard und dem ganzen Filmteam für die tollen Einblicke am Set sowie natürlich meiner Family, die fast ein Wochenende lang zusätzlich auf mich verzichten musste…

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bravo-poster von anno dazumal: „silberner otto-sieger roy black“ und schlagerstar heidi brühl…

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