Eine tolle Ansage aus dem neuen Album von “Wir sind Helden”, die ich am 3. Juni 2005 live in Graz / Unterpremstätten miterleben konnte, wenn auch nur kurz. Das wiederum lag aber nicht an meiner begrenzten Zeit oder meinem Zu-Spät-Kommen, sondern an einem allen relativ neuen Bands sicher nicht unbekannten Problem, was ich an dieser Stelle kurz kommentieren möchte.Nach zwei Vorbands, die bereits ab 19:00 Uhr für etwas Stimmung sorgen sollten, kamen die “Helden” um 20:30 Uhr auf die Bühne. Sowohl diese als auch das abgesperrte Areal waren ein, zwei Nummern zu groß – bereits vorbereitet für R.E.M. zwei Tage später – geraten, was die Künstler entgegen ihren Fans auf dem weitläufigen, sicher halb leeren Parkplatzes im Laufe der Zeit auch selbst bemerkten.Doch zurück zum Thema: Gekommen, um eine Stunde und fünfzehn Minuten zu bleiben. Klar, die Vorgruppen (mir leider unbekannt) mit eingerechnet war es ein “ausgefüllter” Musikabend. Allen, die sich jedoch an die “Beginnzeit” von 20:00 Uhr gehalten haben (auch ich), mag aber der Eintrittspreis von EUR 35,- recht hoch im Verhältnis zur reinen “Arbeitszeit” der “Helden” erschienen sein. Zur Erinnerung, ich habe schon mal EUR 25,- für Oasis bzw. EUR 26,- für Coldplay bezahlt (eigentlich beides auch nicht so unbekannte Jungs aus England) – und dafür mindestens zwei Stunden Unterhaltung bekommen.Die “Helden” können leider nichts dafür, haben sich auch teilweise selbst darüber lustig gemacht (“Das nächste Stück ist von unserem dritten Album”, “Dieses Stück stammt aus den 70er Jahren”,…), dass sie eben gerade erst das zweite Album herausgebracht haben. Zwei Alben machen halt ca. 25 Titel, davon sind ja nicht alle Hits bzw. livetauglich. Somit wären wir bei ca. 20 Live-Titeln mit 3:30 Minuten im Schnitt bei 70 Minuten angelangt – die anderen fünf wurden mit ein paar Kommentaren bzw. dem Warten vor der Zugabe verbraucht. Diese Rechnung geht also auf, für mich heißt das aber in Zukunft, interessante, relativ “neue” Bands nur noch in Kombination mit mindestens zwei anderen anzusehen (z.B. auf Festivals). “Wir sind Helden” haben bei mir zusammengefasst dennoch einen musikalisch positiven, wenn auch nicht ganz abendfüllenden Eindruck hinterlassen.Nachtrag: Erst einen Tag nach Verfassen dieses Kommentars konnte ich erfahren, dass “Wir sind Helden” noch einen weiteren, recht knapp geplanten Termin an diesem Abend hatten, um Mitternacht mussten sie nämlich bei “Rock im Park” in Nürnberg sein… Das erklärt einiges – entschuldigt aber nichts!Trotz obenstehender Kritik ;-) Meine Kauftipps zu diesem Beitrag:
Bild: www.kleinezeitung.at/slash/
Schlagwörter: Graz, Konzert, Musik, Wir Sind Helden




















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